Tomi Ahonen hat früher mit Nokia gut verdient. Er konnte diverse "Beratungsleistungen" fakturieren und das offenbar nicht zu knapp. Steven Elop hat diese Leistungen augenscheinlich als unnötig erkannt und Herrn Ahonen damit wohl schwer verstimmt. Verständlich, muss der doch jetzt nach anderen Kunden suchen, die ähnlich großzügig sind....
Wie auch immer - Tomi Ahonen hasst Steven Elop seither ganz offen und lässt keine Gelegenheit aus, gegen seinen "Widersacher" zu schießen. So behauptet er zuletzt, Nokia hätte mit Windows Phone keine Chance am Markt und die Alianz mit Microsoft hätte zu massiven Einbrüchen bei den Marktanteilen geführt.
Tatsache ist, dass die Nokia Marktanteile stark sinken und dass der Anstieg der Windows Phone-Verkäufe das Sinken nicht in dieser Geschwindigkeit wettmachen kann. Aber ist, wie Ahonen behauptet, die Entscheidung für WP und die Partnerschaft mit Microsoft für den Verlust der Marktanteile von Nokia verantwortlich?
Woher kamen die Marktanteile? Nokia konnte seine Symbian-Smartphones früher gut verkaufen. Seit dem iPhone hat sich das massiv verändert und seit billige Android-Geräte auf den Markt drängen, sinkt das Kundeninteresse an Symbian noch schneller.
Nokia hat Symbian zu "Belle" weiterentwickelt, neue Geräte auf den Markt gebracht und mit "PureView" bewiesen, dass sehr wohl auch Innovation in dieses System gesteckt wird und dennoch sinkt das Kundeninteresse an Symbian weiter und weiter.
Das inzwischen nicht mehr eingesetzte MeeGo hatte nie einen Anteil an Nokias Marktposition und geht deshalb in der aktuellen Rechnung nicht ab. Es gibt auch nicht den kleinsten Hinweis, dass MeeGo eine positive Entwicklung gebracht hätte - im Gegenteil, Nokia wäre damit komplett alleine gegen iPhone und die Android-Armada angetreten, was extrem teuer gewesen wäre, bei sehr geringen Chancen. Dafür unterscheidet sich MeeGo einfach viel zu wenig von Android und bringt kaum Vorteile.
Der Marktanteil von Windows Phone steigt langsam, aber stetig. Im "Marketplace" sind bereits über 70.000 Apps verfügbar, davon viele sehr professionell. Schon jetzt ist WP technisch auf Augenhöhe mit iOS und Android und das nächste große Update und die Verbindung zu Windows 8 werden es nochmal enorm weiterbringen.
Bei Nokia war klar, dass der alarmierende Rückgang des Kundeninteresses an Symbian in eine Durststrecke führt. Mit einem MeeGo-Alleingang hätte man dem nie etwas entgegenzusetzen gehabt und bei Android wäre man zu einem unter vielen Anbietern verkommen. Sicher hätte man vieles besser machen können, als die heutigen Android-Anbieter, aber diese Vorteile am Markt zu kommunizieren, wäre ein langer Weg gewesen, bei gleichzeitiger Notwendigkeit, mit den Billigst-Androids zu konkurrieren.
Windows Phone hat sich als einzige Alternative angeboten und die aktuelle Entwicklung stimmt grundsätzlich. Auch wenn man bei Nokia wohl nicht mit dem derart raschen "Totalversagen" von Symbian am Markt gerechnet hat - aber die Alianz Nokia/Microsoft kann dafür bestimmt nicht verantwortlich gemacht werden.
Donnerstag, 22. März 2012
Tomi Ahonens "bewußter Denkfehler"
Samstag, 17. März 2012
Was können die Kacheln von WP und Win8 besser, als die Icons von iOS und Android?
Die Kacheln von Windows Phone - und jetzt auch Windows 8 - wurden in etlichen "Testberichten" nur als große, Platz verschwendende Buttons beschrieben. Viele Tester haben sie eher als störend empfunden, wohl vor allem deshalb, weil ihnen in der kurzen Test-Zeit die Idee dahinter nicht klar geworden ist.
Diese Kacheln, deren original Bezeichnung "Live Tiles" sie viel besser beschreibt, sind ein zentrales Element des UI-Konzeptes "Metro", das auch in Windows 8 erstmals zum Einsatz kommt. Die Absicht hinter den Live Tiles ist es, wichtige Informationen möglichst komprimiert und auf einen Blick erfassbar darzustellen. Sie sind so etwas wie der "Mini-Bildschirm" der jeweiligen App.
Ausgangspunkt für die Designer von Metro war sicherlich die Icon-Matrix, wie sie sich bei iOS, Android und ähnlichen Systemen dem Anwender präsentiert. Diese Icons bergen zunächst sehr wenig Information. Sie zeigen mit einem statischen Bildchen an, um welche App es sich handelt, gegebenenfalls steht darunter zusätzlich der Titel der App. Um zur Information der App zu gelangen, muss man sie antippen und starten.
Das Apple-System iOS (iPhone, iPad) kann zusätzlich eine kleine Zahl in diesen Icons darstellen, etwa die Anzahl neuer Mails. Android kann das nicht, kennt dafür aber die sogenannten "Widgets". Diese Widgets sind im Hintergrund laufende Apps, die am Bildschirm in ihrem Bereich beliebige Informationen ausgeben können, wie zum Beispiel das aktuelle Wetter, zusammen mit einer kleinen Wolken-Animation.
Die Widgets von Android, die an sich sehr flexibel sind, setzen auf Multitasking, das bei Android direkt vom zugrundeliegenden Linux-ähnlichen System übernommen wurde. Google hat dabei nur wenig Rücksicht auf die speziellen Anforderungen mobiler Geräte - in erster Linie die begrenzte Akkuleistung - genommen. Als Ergebnis ist die Akkulaufzeit bei Androidgeräten nicht besonders hoch und sinkt bei Einsatz von Widgets nochmal deutlich ab. Die wenigsten User setzen daher auf Dauer viele Widgets ein, wenn sie ihr Gerät wenigstens bis zum Abend ohne Netzteil verwenden wollen.
Apple mit iOS und Microsoft mit Windows Phone setzen im Gegensatz zu Android auf ein "begrenztes Multitasking", das nur bestimmten Programmen und Funktiionen das Laufen im Hintergrund erlaubt, um so die Akkulaufzeit zu verlängern.
Aber zurück zum Unterschied zwischen den Widgets von Android und den Live Tiles von Windows Phone:
Die Widget-Apps erlauben zwar komplexe Information am Bildschirm, sind aber nicht sehr ressourcenschonend. Und genau hier setzt Metro auf. Bei den Life Tiles muss die zugehörige App nicht im Hintergrund laufen und trotzdem können sie sehr flexibel aktuelle Schriftinformation und Bilder darstellen. Nur wenn sehr rasche Updates dieser Information nötig sind, kann auch eine Hintergrund-App diese Aufgabe übernehmen.
Das Ergebnis ist ein Bildschirm, der über die Life Tiles auf einen Blick ein Maximum an Information bietet, ohne den Ressourcenhunger der Android-Widgets und ohne die Beschränkung auf eine kleine Zahl, wie bei iOS. Bei Windows Phone hat man daher in den meisten Fällen alle Infos direkt am Bildschirm, ohne auch nur eine App zu starten.
Diese Kacheln, deren original Bezeichnung "Live Tiles" sie viel besser beschreibt, sind ein zentrales Element des UI-Konzeptes "Metro", das auch in Windows 8 erstmals zum Einsatz kommt. Die Absicht hinter den Live Tiles ist es, wichtige Informationen möglichst komprimiert und auf einen Blick erfassbar darzustellen. Sie sind so etwas wie der "Mini-Bildschirm" der jeweiligen App.
Ausgangspunkt für die Designer von Metro war sicherlich die Icon-Matrix, wie sie sich bei iOS, Android und ähnlichen Systemen dem Anwender präsentiert. Diese Icons bergen zunächst sehr wenig Information. Sie zeigen mit einem statischen Bildchen an, um welche App es sich handelt, gegebenenfalls steht darunter zusätzlich der Titel der App. Um zur Information der App zu gelangen, muss man sie antippen und starten.
Das Apple-System iOS (iPhone, iPad) kann zusätzlich eine kleine Zahl in diesen Icons darstellen, etwa die Anzahl neuer Mails. Android kann das nicht, kennt dafür aber die sogenannten "Widgets". Diese Widgets sind im Hintergrund laufende Apps, die am Bildschirm in ihrem Bereich beliebige Informationen ausgeben können, wie zum Beispiel das aktuelle Wetter, zusammen mit einer kleinen Wolken-Animation.
Die Widgets von Android, die an sich sehr flexibel sind, setzen auf Multitasking, das bei Android direkt vom zugrundeliegenden Linux-ähnlichen System übernommen wurde. Google hat dabei nur wenig Rücksicht auf die speziellen Anforderungen mobiler Geräte - in erster Linie die begrenzte Akkuleistung - genommen. Als Ergebnis ist die Akkulaufzeit bei Androidgeräten nicht besonders hoch und sinkt bei Einsatz von Widgets nochmal deutlich ab. Die wenigsten User setzen daher auf Dauer viele Widgets ein, wenn sie ihr Gerät wenigstens bis zum Abend ohne Netzteil verwenden wollen.
Apple mit iOS und Microsoft mit Windows Phone setzen im Gegensatz zu Android auf ein "begrenztes Multitasking", das nur bestimmten Programmen und Funktiionen das Laufen im Hintergrund erlaubt, um so die Akkulaufzeit zu verlängern.
Aber zurück zum Unterschied zwischen den Widgets von Android und den Live Tiles von Windows Phone:
Die Widget-Apps erlauben zwar komplexe Information am Bildschirm, sind aber nicht sehr ressourcenschonend. Und genau hier setzt Metro auf. Bei den Life Tiles muss die zugehörige App nicht im Hintergrund laufen und trotzdem können sie sehr flexibel aktuelle Schriftinformation und Bilder darstellen. Nur wenn sehr rasche Updates dieser Information nötig sind, kann auch eine Hintergrund-App diese Aufgabe übernehmen.
Das Ergebnis ist ein Bildschirm, der über die Life Tiles auf einen Blick ein Maximum an Information bietet, ohne den Ressourcenhunger der Android-Widgets und ohne die Beschränkung auf eine kleine Zahl, wie bei iOS. Bei Windows Phone hat man daher in den meisten Fällen alle Infos direkt am Bildschirm, ohne auch nur eine App zu starten.
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Donnerstag, 15. März 2012
Wann kommt das "iPad mini" von Apple?
Wie berichtet wird, hat Apple den Tablet-Markt derzeit noch fest im Griff.
Während Android am Handy-Sektor aufgrund deutlich günstigerer Preise das iPhone längst überholt hat, fehlt das Preis-Argument bei den Tablets meist - die Geräte namhafter Hersteller kosten kaum weniger, als das iPad und die User scheinen deshalb gleich zum "Original" zu greifen.
Kein Wunder, hat Apple doch immer noch das ausgereiftere und professionellere Gesamtpaket, dessen Apps deutlich mehr beeindrucken können, als das was im Android Market - inzwischen sinnigerweise "Play Store" genannt - in Massen herumliegt.
Aber bei den Tablets geht es Apple nicht nur darum, viele Geräte zu verkaufen. Essentiell sind lukrative Verträge mit Content-Anbieterern und je stärker Android wird, auch über die Billiggeräte, desto schwerer wird hier der Stand von Apple. Sie müssen deshalb auch im Billigbereich gegensteuern, wenn sie ihre Marktposition behaupten wollen.
Was kann Apple tun? Das neue iPad billiger anzubieten, wäre Unsinn, solange es so viele Käufer gibt. Nur das iPad 2 zu reduzieren, ist mittelfristig auch nicht schlau, weil es wegen des gleichen Formfaktors das neue iPad sicherlich "impacten" kann.
Was deshalb wohl kommen wird, ist ein "iPad mini", mit max. 8" und der gleichen Bildschirmauflösung, wie bei den alten iPads und auch sonst mit den technischen Daten des 2er. Das kann Apple günstiger anbieten und es besteht keine Fragmentierungsgefahr. So ein Gerät würde sich nicht nur über den Preis gut verkaufen, es könnte auch neue Käuferschichten ansprechen, die das handlichere Format bevorzugen. Dass Apple dann auch das jetzt günstigere iPad 2 im Programm belässt, kann bezweifelt werden.
Mit dem neuen "Super-iPad" und einem günstigen "iPad mini" wäre Apple gut aufgestellt, um Android massiv zu bedrängen. Die nächtste große Herausforderung kommt voraussichtlich Mitte bis Ende des Jahres, mit den Win8-Tablets. Dieser "Gegner" bringt dann eine ganz neue Qualität mit ein und Apple wird sich wohl ein wenig strecken müssen....
Während Android am Handy-Sektor aufgrund deutlich günstigerer Preise das iPhone längst überholt hat, fehlt das Preis-Argument bei den Tablets meist - die Geräte namhafter Hersteller kosten kaum weniger, als das iPad und die User scheinen deshalb gleich zum "Original" zu greifen.
Kein Wunder, hat Apple doch immer noch das ausgereiftere und professionellere Gesamtpaket, dessen Apps deutlich mehr beeindrucken können, als das was im Android Market - inzwischen sinnigerweise "Play Store" genannt - in Massen herumliegt.
Aber bei den Tablets geht es Apple nicht nur darum, viele Geräte zu verkaufen. Essentiell sind lukrative Verträge mit Content-Anbieterern und je stärker Android wird, auch über die Billiggeräte, desto schwerer wird hier der Stand von Apple. Sie müssen deshalb auch im Billigbereich gegensteuern, wenn sie ihre Marktposition behaupten wollen.
Was kann Apple tun? Das neue iPad billiger anzubieten, wäre Unsinn, solange es so viele Käufer gibt. Nur das iPad 2 zu reduzieren, ist mittelfristig auch nicht schlau, weil es wegen des gleichen Formfaktors das neue iPad sicherlich "impacten" kann.
Was deshalb wohl kommen wird, ist ein "iPad mini", mit max. 8" und der gleichen Bildschirmauflösung, wie bei den alten iPads und auch sonst mit den technischen Daten des 2er. Das kann Apple günstiger anbieten und es besteht keine Fragmentierungsgefahr. So ein Gerät würde sich nicht nur über den Preis gut verkaufen, es könnte auch neue Käuferschichten ansprechen, die das handlichere Format bevorzugen. Dass Apple dann auch das jetzt günstigere iPad 2 im Programm belässt, kann bezweifelt werden.
Mit dem neuen "Super-iPad" und einem günstigen "iPad mini" wäre Apple gut aufgestellt, um Android massiv zu bedrängen. Die nächtste große Herausforderung kommt voraussichtlich Mitte bis Ende des Jahres, mit den Win8-Tablets. Dieser "Gegner" bringt dann eine ganz neue Qualität mit ein und Apple wird sich wohl ein wenig strecken müssen....
Sonntag, 26. September 2010
Setzt Nokia auf Microsoft's WP7?
Den folgenden Beitrag habe ich am 26.9.2010 hier veröffentlicht, also deutlich VOR der Entscheidung von Nokia für WP:
Gerüchte besagen, dass Nokia demnächst auch Smartphones mit dem neuen Windows Phone 7 bauen will. Auch als treuer Android-Fan bin ich der Ansicht, dass das eine gute Entscheidung wäre, die allen nützen würde: Nokia, Microsoft und den Nutzern aller Smartphones.
Uns Smartphone-Nutzern würde es helfen, weil Konkurrenz vorantreibt und eine weitere Verbesserung der Systeme bringt. So wie etwa Apple versucht, zu den aktuellen Android-Features aufzuschließen, was am Iphone Ordner undwenigstens so etwas ähnliches wie Multitasking gebracht hat.
Microsoft hätte mit Nokia einen echten Big Player mit enormer Erfahrung, mit einem großen Kundenstock und mit leistungsfähiger Vertriebsstruktur im Boot. Das würde helfen, WP7 rasch enorm zu pushen.
Nokia hätte mit WP7 ein sehr leistungsfähiges System, mit hervorragender Infrastruktur für Entwickler und in Microsoft einen starken Partner.
Der aktuelle Plan sah vor, in Zukunft Symbian auf kleineren Smartphones einzusetzen und MeeGo für die "Oberklasse" zu verwenden. Nun ist aber WP7 ebenfalls ein System für leistungsstarke Hardware - ich erwarte daher, dass Symbian mittelfristig bestehen bleibt und Nokia auf das "Experiment" MeeGo verzichtet.
MeeGo wäre - neben Android - ein weiteres linuxbasiertes System. Da es aber bislang nur von Nokia eingesetzt würde, wären Probleme vorprogrammiert, sich am Markt neben Android ernsthaft durchzusetzen - dafür ist es einfach zu ähnlich und kommt zu spät. MeeGo alleine entsprechend zu pushen, wäre für Nokia enorm teuer, mit ungewissem Ausgang. Und die Linux-Fangemeinde reicht als Kundenstock einfach nicht.
Mit Microsoft hätte Nokia einen Partner, der genau das kann, was bei heutigen Smartphones wichtig ist: Software erstellen. Und MS spricht eine riesige Entwicklerschar an. Wenn es gelingt, denen den Sinn von WP7-Softwareerstellung klar zu machen, rollt ein Zug los, vor dem sich alle anderen nur verstecken können.
Mal sehen, wie Stephen Elop entscheidet und in welche Richtung Nokia geht. Schon damals - bei den berühmten Gummistiefeln - hat die Firma gezeigt, dass sie für Überraschungen gut ist.
Gerüchte besagen, dass Nokia demnächst auch Smartphones mit dem neuen Windows Phone 7 bauen will. Auch als treuer Android-Fan bin ich der Ansicht, dass das eine gute Entscheidung wäre, die allen nützen würde: Nokia, Microsoft und den Nutzern aller Smartphones.
Uns Smartphone-Nutzern würde es helfen, weil Konkurrenz vorantreibt und eine weitere Verbesserung der Systeme bringt. So wie etwa Apple versucht, zu den aktuellen Android-Features aufzuschließen, was am Iphone Ordner und
Microsoft hätte mit Nokia einen echten Big Player mit enormer Erfahrung, mit einem großen Kundenstock und mit leistungsfähiger Vertriebsstruktur im Boot. Das würde helfen, WP7 rasch enorm zu pushen.
Nokia hätte mit WP7 ein sehr leistungsfähiges System, mit hervorragender Infrastruktur für Entwickler und in Microsoft einen starken Partner.
Der aktuelle Plan sah vor, in Zukunft Symbian auf kleineren Smartphones einzusetzen und MeeGo für die "Oberklasse" zu verwenden. Nun ist aber WP7 ebenfalls ein System für leistungsstarke Hardware - ich erwarte daher, dass Symbian mittelfristig bestehen bleibt und Nokia auf das "Experiment" MeeGo verzichtet.
MeeGo wäre - neben Android - ein weiteres linuxbasiertes System. Da es aber bislang nur von Nokia eingesetzt würde, wären Probleme vorprogrammiert, sich am Markt neben Android ernsthaft durchzusetzen - dafür ist es einfach zu ähnlich und kommt zu spät. MeeGo alleine entsprechend zu pushen, wäre für Nokia enorm teuer, mit ungewissem Ausgang. Und die Linux-Fangemeinde reicht als Kundenstock einfach nicht.
Mit Microsoft hätte Nokia einen Partner, der genau das kann, was bei heutigen Smartphones wichtig ist: Software erstellen. Und MS spricht eine riesige Entwicklerschar an. Wenn es gelingt, denen den Sinn von WP7-Softwareerstellung klar zu machen, rollt ein Zug los, vor dem sich alle anderen nur verstecken können.
Mal sehen, wie Stephen Elop entscheidet und in welche Richtung Nokia geht. Schon damals - bei den berühmten Gummistiefeln - hat die Firma gezeigt, dass sie für Überraschungen gut ist.
Sonntag, 6. Juni 2010
Unser Planet, BP und das Öl
Jetzt mal ganz was anderes - weil es aktueller ist, als wir alle wahrhaben wollen, fürchte ich:
Die seit der Plattform-Explosion offene Ölquelle im Golf von Mexiko sprudelt und sprudelt. Die - wie ich meine, reichlich schaumgebremsten - Bemühungen von BP, mit der Katastrophe fertig zu werden, kann man live im Internet beobachten. Es ist sehr interessant, aber auch sehr deprimierend.
Etliche Unterwasser-Kameras beobachten das Geschehen - hier ist die Liste mit den Links:
BP Live-Feeds
"Skandi - ROV2" bietet wohl die "beste Aussicht". Über den Ventilen ragen rechts und links die Ecken der berühmten "Glocke" aus der Ölwolke, die (angeblich irgendwann) bis zu ein Drittel des Öl auffangen kann. Was mit dem Rest passiert, kann man nur allzu gut beobachten.
"Intervention III - ROV2 " schwebt offenbar in geringer Tiefe und zeigt diverse Rohrgestelle. Vor allem aber erkennt man ziemlich deutlich, um was für eine verdreckte Suppe es sich dort bereits handelt.
Auf "Poseidon - ROV1" kann man gerade eben Roboteraktivitäten beobachten. Ein Roboterarm nimmt ein "Päckchen" aus einem Korb - offenbar ein Gewicht, das ihn jetzt rasch nach unten zieht, wie die Tiefenangabe zeigt.
Ich kann nur emfehlen, sich immer wieder mal durchzuklicken.
Keine Ahnung, was aus der Geschichte wird - ich halte sie nur für erschreckend wichtig und daher dieser Eintrag.
Die seit der Plattform-Explosion offene Ölquelle im Golf von Mexiko sprudelt und sprudelt. Die - wie ich meine, reichlich schaumgebremsten - Bemühungen von BP, mit der Katastrophe fertig zu werden, kann man live im Internet beobachten. Es ist sehr interessant, aber auch sehr deprimierend.
Etliche Unterwasser-Kameras beobachten das Geschehen - hier ist die Liste mit den Links:
BP Live-Feeds
"Skandi - ROV2" bietet wohl die "beste Aussicht". Über den Ventilen ragen rechts und links die Ecken der berühmten "Glocke" aus der Ölwolke, die (angeblich irgendwann) bis zu ein Drittel des Öl auffangen kann. Was mit dem Rest passiert, kann man nur allzu gut beobachten.
"Intervention III - ROV2 " schwebt offenbar in geringer Tiefe und zeigt diverse Rohrgestelle. Vor allem aber erkennt man ziemlich deutlich, um was für eine verdreckte Suppe es sich dort bereits handelt.
Auf "Poseidon - ROV1" kann man gerade eben Roboteraktivitäten beobachten. Ein Roboterarm nimmt ein "Päckchen" aus einem Korb - offenbar ein Gewicht, das ihn jetzt rasch nach unten zieht, wie die Tiefenangabe zeigt.
Ich kann nur emfehlen, sich immer wieder mal durchzuklicken.
Keine Ahnung, was aus der Geschichte wird - ich halte sie nur für erschreckend wichtig und daher dieser Eintrag.
Freitag, 16. April 2010
Die verlorene Datenverbindung
Keine Ahnung, ob das nur mir und meinem HTC Magic (mit Android v1.6) passiert oder anderen auch, vielleicht liegt es auch an irgendeiner der installierten Apps:
Es passiert nicht oft, aber doch manchmal, dass sang und klanglos die Datenverbindung (das "3" oder "G"-Symbol links neben der Feldstärkeanzeige) einfach verschwindet und freiwillig nicht wieder kommt. Dementsprechend funktioniert dann die Datenverbindung nicht mehr - kein Surfen und keine Mails, eben datenmäßiger Stillstand.
Bisher habe ich dann immer in den Einstellungen auf 2G gewechselt und danach wieder zurück auf 3G und die Datenverbindung war wieder da. Ziemlich lästig, aber jetzt habe ich eine komfortablere Methode gefunden:
Das Programm APNdroid (kostenlos im Market) dient dazu, zB im Ausland die Dantenverbindung zuverlässig zu unterbinden und kann auch als Widget auf den Desktop gelegt werden. Einfach dieses Widget antippen und danach nochmal, um die Verbindung wieder einzuschalten - und schon funktioniert wieder alles einwandfrei.
PS: Beim Schreiben kommt mir jetzt die Idee, dass ja auch APNdroid an dem Problem ursächlich beteiligt sein könnte...mal sehen, ich werd's ausprobieren....
Es passiert nicht oft, aber doch manchmal, dass sang und klanglos die Datenverbindung (das "3" oder "G"-Symbol links neben der Feldstärkeanzeige) einfach verschwindet und freiwillig nicht wieder kommt. Dementsprechend funktioniert dann die Datenverbindung nicht mehr - kein Surfen und keine Mails, eben datenmäßiger Stillstand.
Bisher habe ich dann immer in den Einstellungen auf 2G gewechselt und danach wieder zurück auf 3G und die Datenverbindung war wieder da. Ziemlich lästig, aber jetzt habe ich eine komfortablere Methode gefunden:
Das Programm APNdroid (kostenlos im Market) dient dazu, zB im Ausland die Dantenverbindung zuverlässig zu unterbinden und kann auch als Widget auf den Desktop gelegt werden. Einfach dieses Widget antippen und danach nochmal, um die Verbindung wieder einzuschalten - und schon funktioniert wieder alles einwandfrei.
PS: Beim Schreiben kommt mir jetzt die Idee, dass ja auch APNdroid an dem Problem ursächlich beteiligt sein könnte...mal sehen, ich werd's ausprobieren....
Montag, 5. April 2010
Nützliches und einfach nur Nettes für's Android Phone (HTC Magic)
Heute mal etwas über nützliche Anwendungen für Android - zu Beginn aber ein wenig "optisches Tuning":
Animationen
Stimmt schon, das Iphone hat die hübscheren Animationen, verglichen mit Android. Die Fenster öffnen sich nicht einfach oder verschwinden, sondern die Vorgänge sind immer mit netten Bewegungen verbunden. Ein bewährter Trick, der über viele Schwächen des Gerätes großzügig hinwegsehen lässt - Android braucht letzteren Effekt nicht ganz so dringend, aber die Animationen kann man trotzdem deutlich behübschen (das gilt zumindest für mein Magic mit v1.6 und für ähnliche).
Mit der App "SpareParts" (kostenlos im Market) lassen sich diverse, mehr oder weniger nützliche Einstellungen ändern - unter anderem die Geschwindigkeiten von "Windows Animations" und "Transition Animations". Stellt man beides auf "Very Slow" erkennt man, dass Android sehr wohl nette Übergänge schafft, diese sind aber standardmäßig ganz pragmatisch auf "Fast" gestellt und somit kaum sichtbar. Dazu noch den Punkt "Fancy input animations" anwählen und das Herumtippen am Phone wird deutlich netter.
Was ändert sich? Bildschirmwechsel erfolgen jetzt mit "Wischeffekt" und die Tastatur popt auf, als würde man sie auf den Bildschirm klappen. Insgesamt wirkt die Bedienung "flüssiger", obwohl sie objektiv betrachtet ja eigentlich verlangsamt wurde - toll, wie man sich täuschen lässt... ;-)
Backup
Wer mit dem Telefon ein wenig "herumspielt", sollte von Zeit zu Zeit seine Daten sichern, einfach zur Sicherheit oder etwa vor einem Systemupdate.
Da es Einiges zu sichern gilt, hier nun ein paar Tipps (alle kostenlos im Market):
SMS Backup - sichert SMSe automatisch in den Google Mail-Account. Einfach genial.
aTrackDog - sonst eher mäßig nützlich, bietet die App auch die Möglichkeit, eine Liste der installierten Progs auf SD-Karte zu sichern. Sehr praktisch zum Listentauschen oder um nach einem "Wipe" noch zu wissen, was alles installiert war.
Call Logs Backup & Restore - sichert das gesamte Anruf-Log (alle max. 500 Datensätze, die Android im Speicher hält) auf SD-Karte. War für mich immer ein großes Ärgernis, wenn alle Einträge verloren waren.
Note Everything - diese und andere Apps bieten die Möglichkeit, die eigenen Daten auf SD zu sichern. Das sollte man keinesfalls übersehen, wenn eine Löschung ansteht, weil sonst vieles verloren geht.
Browser - Lesezeichen
Die Lesezeichenverwaltung im Android-Browser ist sehr primitiv. Dazu kommt, dass ich im Büro angelegte Lesezeichen auch gerne am Heim-PC oder sogar am Telefon verfügbar hätte - und dort etwas sortierter, als jetzt. Die Lösung: die "Google Toolbar" im PC-Browser und die App "GoMarks" am Handy. Damit werden Lesezeichen in alle Richtungen synchronisiert. Zwischen Browser und GoMarks schalte ich über die Taskverwaltung um (Home-Taste länger drücken).
Animationen
Stimmt schon, das Iphone hat die hübscheren Animationen, verglichen mit Android. Die Fenster öffnen sich nicht einfach oder verschwinden, sondern die Vorgänge sind immer mit netten Bewegungen verbunden. Ein bewährter Trick, der über viele Schwächen des Gerätes großzügig hinwegsehen lässt - Android braucht letzteren Effekt nicht ganz so dringend, aber die Animationen kann man trotzdem deutlich behübschen (das gilt zumindest für mein Magic mit v1.6 und für ähnliche).
Mit der App "SpareParts" (kostenlos im Market) lassen sich diverse, mehr oder weniger nützliche Einstellungen ändern - unter anderem die Geschwindigkeiten von "Windows Animations" und "Transition Animations". Stellt man beides auf "Very Slow" erkennt man, dass Android sehr wohl nette Übergänge schafft, diese sind aber standardmäßig ganz pragmatisch auf "Fast" gestellt und somit kaum sichtbar. Dazu noch den Punkt "Fancy input animations" anwählen und das Herumtippen am Phone wird deutlich netter.
Was ändert sich? Bildschirmwechsel erfolgen jetzt mit "Wischeffekt" und die Tastatur popt auf, als würde man sie auf den Bildschirm klappen. Insgesamt wirkt die Bedienung "flüssiger", obwohl sie objektiv betrachtet ja eigentlich verlangsamt wurde - toll, wie man sich täuschen lässt... ;-)
Backup
Wer mit dem Telefon ein wenig "herumspielt", sollte von Zeit zu Zeit seine Daten sichern, einfach zur Sicherheit oder etwa vor einem Systemupdate.
Da es Einiges zu sichern gilt, hier nun ein paar Tipps (alle kostenlos im Market):
SMS Backup - sichert SMSe automatisch in den Google Mail-Account. Einfach genial.
aTrackDog - sonst eher mäßig nützlich, bietet die App auch die Möglichkeit, eine Liste der installierten Progs auf SD-Karte zu sichern. Sehr praktisch zum Listentauschen oder um nach einem "Wipe" noch zu wissen, was alles installiert war.
Call Logs Backup & Restore - sichert das gesamte Anruf-Log (alle max. 500 Datensätze, die Android im Speicher hält) auf SD-Karte. War für mich immer ein großes Ärgernis, wenn alle Einträge verloren waren.
Note Everything - diese und andere Apps bieten die Möglichkeit, die eigenen Daten auf SD zu sichern. Das sollte man keinesfalls übersehen, wenn eine Löschung ansteht, weil sonst vieles verloren geht.
Browser - Lesezeichen
Die Lesezeichenverwaltung im Android-Browser ist sehr primitiv. Dazu kommt, dass ich im Büro angelegte Lesezeichen auch gerne am Heim-PC oder sogar am Telefon verfügbar hätte - und dort etwas sortierter, als jetzt. Die Lösung: die "Google Toolbar" im PC-Browser und die App "GoMarks" am Handy. Damit werden Lesezeichen in alle Richtungen synchronisiert. Zwischen Browser und GoMarks schalte ich über die Taskverwaltung um (Home-Taste länger drücken).
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